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Offenbar in Kürze Finanzspritze für Dublin

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Offenbar in Kürze Finanzspritze für Dublin

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Zum Ende des G20 Gipfels in Seoul hat die irische Regierung den europäischen Einsatz für mehr Vertrauen in ihre Finanzen begrüßt.

Einige Quellen berichten sogar, dass Brüssel Dublin sehr schnell eine Finanznothilfe zukommen lassen könnte. Die Investoren sind besorgt, was Irlands Finanzen betrifft. Mit ihrer gemeinsamen Erklärung von diesem Freitag will die EU neues Vertrauen schaffen. Dublin weiß die Solidaritäsbekundung zu schätzen, auch wenn Regierungschef Brian Cowen die Äußerungen Frankreichs und Deutschlands über Umschuldungsmechanismen kritisierte. Diese Worte hätten die beunruhigten Bond-Märkte weiter verunsichert.

Karel Lannoo vom Centre for European Policy Studies erklärte: “Sofort nach dem Gipfel sind die Risikoaufschläge für Länder wie Griechenland, Portugal und Irland in die Höhe geschossen. Und ich denke, die meisten Investment Banken haben ihren Kunden Scheine weitergereicht und dabei gesagt, dass das die Konsequenz des Gipfels ist. Wir werden einen permanenten Umschuldungsmechanismus haben. Darüber hinaus wird der private Sektor sich daran beteiligen müssen. Danach sind alle in Panik ausgebrochen.”

Irland hat mit einem Haushaltsdefizit von 32 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts zu kämpfen, so die Schätzungen. Die Regierung will dem mit rigiden Sparmaßnahmen begegnen. Allerdings müsste Dublin Wirtschaftsexperten zu Folge von jetzt bis Ende des nächsten Jahres etwa 48 Milliarden Euro einsparen.