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Unruhen in Westsahara

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Unruhen in Westsahara

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Nach Ausschreitungen in der Konfliktregion Westsahara sind britische Diplomaten zu Beratungen in Algier eingetroffen.

Die algerische Regierung unterstützt das von Rebellen der Polisario Bewegung kontrollierte und nach Unabhängigkeit strebende Gebiet.

“Nach den Ereignissen der letzten Tage hat das Vereinigte Königreich seine Vertreter in der Region zu einer sehr genauen Beobachtung der Lage aufgerufen”, so der britische Diplomat Alistair Burt. “Wir appellieren an alle Parteien, auf Gewalt zu verzichten.”

Vor ihrer Annexion durch Marokko stand die Region Westsahara bis 1975 unter spanischer Verwaltung. In Spanien protestierten tausende Menschen gegen die Gewalt in Westsahara und für eine klarere Position der Regierung.

Ministerpräsident Zapatero stellte die Wahrung spanischer Interessen an oberste Stelle:

“Die spanische Position ist die verantwortungsvollste, passendste und sicherste, um eine Lösung des Konflikts zu erreichen. Und auch für Spaniens eigene Interessen. Diese sind für uns am wichtigsten.”

Zuletzt hatten marokkanische Einsatzkräfte eine spontane Protestaktion blutig beendet und eine von mehr als 20.000 Menschen bewohnte Zeltstadt gewaltsam geräumt. Dabei kamen nach unterschiedlichen Angaben zwischen 12 und mehr als 70 Menschen ums Leben.