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Wenig Konkretes in Seoul

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Wenig Konkretes in Seoul

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In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul ist am Freitag der zweitägige G20-Gipfel zuende gegangen. Die Staats- und Regierungschefs der 19 wichtigsten Volkswirtschaften und der EU vertagten die Entscheidung über die strittigen Währungs- und Handelsfragen.

US-Präsident Barack Obama bekräftigte die Haltung der USA: “Wir stimmen überein, dass Wechselkurse die wirtschaftlichen Realitäten widerspiegeln müssen. So wie die größten Volkswirtschaften daran arbeiten müssen, die Reservewährungen stabil zu halten, müssen die Schwellenländer marktabhänige Währungen zulassen. Ich habe das gestern mit Präsident Hu besprochen und wir werden die Aufwertung der chinesischen Währung genau beobachten. Wir müssen alle daran arbeiten, dass Ungleichgewichte sich nicht verfestigen und Ländern ungerechtfertigte Vorteile gewähren”, sagte Obama am Freitag.

Obama war am Widerstand Chinas und Deutschlands mit seinem Versuch gescheitert, die Exportüberschüsse zu begrenzen. Uneinigkeit herrscht auch in der Wechselkursfrage. Die USA werfen China vor, den Yuan künstlich niedrig zu halten, Peking wirft Washington vor, die Welt mit billigen Dollars zu überschwemmen. Einigung gab es allerdings bei schärferen Eigenkapitalvorschriften für Banken und einer Reform des Internationalen Währungsfonds.