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Japan nähert sich China und Russland

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Japan nähert sich China und Russland

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Am Rande des APEC Treffens in Yokohama kamen der japanische Ministerpräsident Naoto Kan und Chinas Präsident Hu Jintao erstmals wieder zu Gesprächen zusammen. Nach den jüngsten Ereignissen im Territorialstreit um die Inselgruppe Senkaku hatte China alle hochrangigen Regierungskontakte zu Japan abgebrochen.

Während des 20minütigen Gesprächs kam es auf den Straßen Yokohamas zu Protesten gegen die chinesischen Ansprüche.

Vor der umstrittenen Inselgruppe hatte die japanische Küstenwache im September den Kapitän eines chinesischen Fischtrawlers festgenommen. Seither gelten die Beziehungen der Nachbarländer als unterkühlt.

Japan streitet nicht nur um die rohstoffreichen Senkaku-Inseln, auf chinesisch Diaoyu. Tokio erhebt auch Ansprüche auf Teile der nördlich der japanischen Hauptinseln liegenden Südkurilen. Genau wie Russland.

Bei einem Zusammentreffen mit dem russischen Präsidenten Medwedew protestierte Japans Ministerpräsident gegen Russlands Gebaren im Inselstreit.

Anfang November hatte Präsident Medwedew die Südkurilen besucht und damit in Japan für Irritationen gesorgt. Tokio zog verübergehend seinen Botschafter aus Moskau ab.