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Museumsbesuch in Florenz oder Rom? Fehlanzeige

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Museumsbesuch in Florenz oder Rom? Fehlanzeige

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Viele Museen, Theater und archäologische Sehenswürdigkeiten in Italien blieben an diesem Freitag geschlossen oder waren nur für wenige Stunden geöffnet: Die Mitarbeiter streikten gegen die Sparpläne der Regierung. Touristen in Florenz oder Venedig mussten sich ein Alternativ-Programm einfallen lassen.

“Diese Vorgaben sind inakzeptabel: Das Budget für Kulturveranstaltungen und Ausstellungen soll um 80 Prozent gekürzt werden. Und Privatleute werden aus den Direktorien von Kultureinrichtungen herausgehalten”, klagt Roberto Grossi vom Verband der Kulturvereine.

Und Roms Kulturstadtrat Umberto Croppi verweist auf die Einnahmen durch Touristen und
Ausstellungsbesucher: “Wir reden da über hunderte Millionen Euro. Ohne die Caravaggio-Ausstellung im Frühjahr zum Beispiel hätte Rom mindestens 30 Millionen Euro weniger eingenommen.”

280 Millionen Euro will die Regierung im Kulturetat in den nächsten drei Jahren einsparen. Dabei hatte erst kürzlich der Einsturz des Gladiatorengebäudes in Pompeji vor Augen geführt, dass dringend Geld für Italiens Kulturstätten gebraucht wird – Geld, das dann aber auch richtig eingesetzt werden muss.