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Sarkozy soll es richten: Frankreich übernimmt G-20-Vorsitz

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Sarkozy soll es richten: Frankreich übernimmt G-20-Vorsitz

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Nach dem G-20-Gipfeltreffen in Seoul liegt es nun bei Frankreich, die vagen Absichtserklärungen zur Beseitigung internationaler Handels-Ungleichgewichte mit Inhalt zu füllen. Frankreich hat
jetzt in der Runde der wichtigsten Wirtschaftsmächte den Vorsitz.

Exportbremsen, wie von US-Präsident Barack Obama
gefordert, wurden in Seoul nicht beschlossen; ebenso wenig gab es eine Einigung im Währungskonflikt um den unterbewerteten chinesischen Yuan.

Die wichtigsten konkreten Ergebnisse des Treffens waren die Billigung des Basel-III-Abkommens, das die Banken zu mehr Vorsorge verpflichtet, und die Einigung auf eine Reform des Internationalen Währungsfonds. Dort erhalten neue Wirtschaftsmächte wie China mehr Einfluss; Länder wie Deutschland geben Anteile ab.

Nach den Sorgen um die Finanzprobleme Irlands demonstrierten am Rande des G-20-Gipfels fünf führende EU-Staaten, darunter Deutschland, Solidarität: Sie sicherten den Anlegern zu, dass strengere Krisenregeln, die auch Investoren zur Kasse bitten würden, erst 2013 gelten.

Irland, dessen Anleihen unter Druck stehen, bedankte sich für die indirekte Unterstützung.
Regierungschef Brian Cowen bekräftigte aber, dass sein Land keine finanzielle Hilfe erbeten und sie auch nicht nötig habe.

Es war der fünfte G-20-Gipfel: Erstmals trafen die zwanzig wichtigsten Akteure der Weltwirtschaft vor zwei Jahren, inmitten der Krise zusammen. Nächstes Jahr wollen sie sich nun um ein Frühwarnsystem bemühen, um Ungleichgewichte im Welthandel frühzeitig zu vermeiden. In diesem Jahr scheiterte eine solche Einigung.