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Aung San Suu Kyi: "Niemand kann uns brechen!"

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Aung San Suu Kyi: "Niemand kann uns brechen!"

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In ihrer ersten Rede nach ihrer Freilassung hat die birmanische Dissidentin Aung San Suu Kyi Meinungsfreiheit gefordert. Vor mehreren tausend Anhängern, die sich vor der Zentrale ihrer Nationalen Liga für Demokratie (NLD) in Rangun versammelt hatten, erklärte Aung San Suu Kyiam Sonntag, die Grundlage der Demokratie sei Meinungsfreiheit. Die Friedensnobelpreisträgerin forderte ihre Anhänger auf, nicht die Hoffnung zu verlieren, sondern sich für das einzusetzen, was sie für richtig hielten.

“Wenn wir unsere Kraft richtig einsetzen, kann sie niemand brechen. Mut bedeutet, dass wir uns beharrlich für das einsetzen, woran wir glauben. Mut bedeutet nicht, seine physische Kraft einzusetzen und laut zu werden. Ihr dürft nicht aufgeben”, rief Aung San Suu Kyi ihren Anhängern zu. Während ihres Hausarrestes sei sie stets korrekt behandelt worden; gegenüber jenen, die sie mehrere Jahre unter Hausarrest gestellt hatten, hege sie keine bösen Gefühle.

Aung San Suu Kyis jüngste Strafe, ein im August vergangenen Jahres verhängter Hausarrest, war am Samstag abgelaufen. Sie war wegen ihres Einsatzes für die Demokratie mehr als 15 der vergangenen 21 Jahre vom Militärregime Myanmars eingesperrt worden.