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Die NATO und Europa

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Die NATO und Europa

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Die NATO und Europa – das war noch nicht einmal im Kalten Krieg eine einfache Beziehung.
Man denke nur an Frankreichs Alleingänge.

Seit die bipolare Bedrohungslage der multipolaren gewichen ist, haben die Partner diesseits des Atlantik zunehmend eigene Sorgen – und Prioritäten. Der britische Verteidigungsminister
William Hague beklagte mangelde Mittel bei gleichbleibend hohen Ansprüchen: “Wir haben eine Verteidigungshaushalt mit einem großen Loch geerbt…In dieser Lage muss jede verantwortungsbewusste Regierung etwas tun.

Aber wir werden ein Land bleiben mit eigener atomarer Abschreckung und mit beeindruckenden Geheimdiensten, das rund um den Globus eingreifen kann.”

Dabei sind die Briten immer noch der europäische NATO-Partner mit dem größten Verteidigungshaushalt.

Die meisten aber geben keine 2 % vom Bruttoinlandsprodukt für ihr Militär aus, wie in NATO-Beschlüssen von 2008 angestrebt.

Auch Deutschland nicht. Das tun neben Briten und Griechen nur die Franzosen, für die bekanntlich der Besitz eigener Atomwaffen ein Zeichen nationaler Größe ist.

Insgesamt sind die Militärausgaben der europäischen NATO-Partner von 228 Milliarden euro 2001 auf 197 Milliarden euro 2009 gesunken.

Also wird über gemeinsames Sparen durch konsequentere Zusammenarbeit nachgedacht.
Dass die beiden europäischen Atommächte Großbritannien und Frankreich einen Teil ihrer Atom-Testanlagen gemeinsam nutzen wollen, ist schon fast eine Sensation. Denn damit tun beide, was sie jahrzehntelang hartnäckig zu vermeiden suchten: sie geben ein Stück nationale Souveränität ab.

Churchill und de Gaulle würden sich im Grabe umdrehen!!!

Gegen diese Neuigkeit ist die gemeinsame Nutzung der neuen Militärtransporter von Airbus A 400 M schon ein alter Hut. Einschließlich der Probleme, die bei der Entwicklung zu immer neuen Verzögerungen führen.