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Euro Finance Week: Wie stabilisiert man das Finanzsystem?

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Euro Finance Week: Wie stabilisiert man das Finanzsystem?

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Ganz im Zeichen der Finanzmarktkrise hat am Montag in Frankfurt am Main die Euro Finance Week begonnen. Zahlreiche Vertreter der europäischen Bankenbranche suchten nach Möglickeiten, das Finanzsystem abzusichern, unter ihnen auch der deutsche Bundesbankchef Axel Weber. Er betonte, nun sei es die wichtigste Aufgabe, die Grundlagen für ein kräftiges und dauerhaftes Wirtschaftswachstum zu schaffen. “Wir brauchen ein stabiles Finanzsystem”, so Weber. “Die entsprechenden Anpassungen, die notwendig sind, um dahinzukommen, sind sicherlich Herausforderungen, und diese werden in Einzelfällen auch schmerzhaft sein. Nichtsdestotrotz sind sie notwendig und alternativlos.” Weber gab sich überzeugt, dass die Basel-III-Regeln keine Bedrohung für das Wachstum seien; vielmehr würden sie den Bankensektor stabiler machen.

Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, warnte vor einem Wettbewerb um die besten nationalen Bedingungen für die Finanzbranche – und forderte ein Ausstiegsszenario für bankrotte Geldhäuser: “Wie können Banken, die scheitern, aus dem Wettbewerb aussteigen, ohne dass das System als Ganzes destabilisiert wird. Es darf ja nicht sein, dass Banken, die scheitern, gerettet werden und dann wieder fröhlich frei als Wettbewerber auftreten, nachdem sie vom Steuerzahler aufgefangen wurden.” Daher verlangt Ackermann, dass das geplante Insolvenzrecht für Banken in Deutschland rascher umgesetzt wird. Die Bankenverbände wiederum fürchten um ihre Wettbewerbsfähigkeit: Sie warnten vor Überregulierung.