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Feindbild gesucht - NATO kämpft um ihre Identität

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Feindbild gesucht - NATO kämpft um ihre Identität

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Was wird aus der NATO ? Das traditionelle Ost-West-Feindbild gibt seit zwei Jahrzehnten nichts mehr her. Und die 150 000 Soldaten der Allianz in Afghanistan machen hauptsächlich durch die Zahl der Gefallenen von sich reden – 2 200 bisher. Und dann gibt es auch noch Staaten wie Deutschland, mit dem viertgrößten Verteidigungsbudget des “Nordatlantik-Bündnisses”, die bei internationalen Einsätzen nicht gerade an die Front drängen.

Vor diesem Hintergrund bläst NATO-Generalsektretär Anders Fogh Rasmussen zum Angriff – im eigenen Lager.

Die Bundeswehr solle sich für Auslandseinsätze fit machen. Europas Truppen seien zu stationär auf dem eigenen Kontinent verbunkert, so Rasmussen. In der Zukunft werde man mehr flexible und mobile Kräfte brauchen.

Das Bündnis der insgesamt 28 müsse definieren, was es künftig will, auch im Áußenverhältnis zum Beispiel mit Russland.

Rasmussen weiter:

“….und drittens brauchen wir eine starke Zusammenarbeit zwischen der NATO und der EU auf dem Feld der politischen Konsultation. Wir sollten darauf hinarbeiten, uns regelmäßig über ein breites Spektrum von Themen auszutauschen.”

Ab Freitag will die politische Führung der NATO-Staaten in Lissabon eine neue Strategie festlegen – die siebte seit der Gründung vor gut 60 Jahren.

Eine Raketenabwehr für Europa soll beschlossen werden, an der Afghanistan-Strategie und der Reform der Kommandostruktur will man arbeiten. Und überlegen, was hunderte Atomsprengköpfe und rund vier Millionen Soldaten gegen einen Angriff auf Computernetze ausrichten können.