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Griechenlands Defizit höher als angenommen

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Griechenlands Defizit höher als angenommen

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Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou ist mit schlechten Nachrichten nach Paris gereist: Die Neuverschuldung seines Landes lag im Vorjahr bei 15,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit fast zwei Punkte höher als bisher angegeben – das bestätigte Eurostat nun offiziell. Die Gesamtverschuldung stieg auf 126 Prozent des BIP. Bisher war von 115 Prozent die Rede.

Papandreou richtete daraufhin schwere Vorwürfe gegen Deutschland: Die Haltung Berlins in der Frage, wer für die Pleite eines Euro-Staates haften müsse, könne ein Land in den Staatsbankrott treiben, sagte er. Deutschland fordert, dass ab 2013 auch private Investoren für schwächelnde Staaten einspringen müssen.

Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank kamen erneut in Athen zusammen, um die Bücher zu prüfen. Der griechische Finanzminister versicherte, das Budgetdefizit könne trotz der neuen Zahlen bis 2014 unter die Marke von drei Prozent gedrückt werden. Nach jüngsten Schätzungen müssen in den kommenden Monaten rund 3,5 Milliarden Euro zusätzlich eingespart werden.