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Sarkozys Wunschregierung

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Sarkozys Wunschregierung

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Frankreich hat eine neue Regierung. Gestern hatte der alte und neue Premierminister Fillon wie erwartet seinen Rücktritt bei Staatspräsident Sarkozy eingereicht, um den Weg frei zu machen für die Bildung einer neuen, schlankeren Regierung:

Jean-Louis Borloo, bisheriger Umweltminister ist nicht mehr an Bord. Er war zuvor als möglicher Nachfolger Fillons im Gespräch.

Bernard Kouchner, bisher Außenminister ist raus.

Eric Woerth, ehemaliger Arbeitsminister und in den jüngsten Finanzskandal verwickelt, ist nicht mehr im Kabinett.

Dafür ist Alain Juppé ist zurück in der Regierung. Er war Premierminister unter Chirac und bis heute Bürgermeister von Bordeaux. Er wird Verteidigungsminister und somit offizielle Nummer zwei der Regierung.

Christine Lagarde bleibt Wirtschaftsministerin.

Michèle Alliot-Marie bleibt im Kabinett und wechselt ins Außenministerium. Sie liegt politisch ganz auf der Linie des Staatspräsidenten.

Brice Hortefeux, ein enger Freund Sarkozys, ist weiterhin Innenminister.

Fazit: Sarkozy hat widerspenstige Minister aussortiert und das Kabinett politisch auf seinen ganz persönlichen Kurs gebracht. Denn die Popularität des Präsidenten ist nach der umstrittenden Rentenreform rapide gesunken.
Die Umbildung der Regierung stärkt Sarkozys Position mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen 2012.