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Schuss in den Ofen: Sarkozys Kabinettsumbildung

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Schuss in den Ofen: Sarkozys Kabinettsumbildung

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Frankreichs neue Regierung stößt bei der Bevölkerung und den Oppositionsparteien auf Kritik und Skepsis. Die Rückkehr von Ex-Premierminister Alain Juppé als neuer Verteidigungsminister wird als Versuch gewertet, traditionelle Gaullistische Wähler zurückzugewinnen.

Die Kommunisten sprachen von einer “Pseudo-Umbildung”, Sozialistenchefin Martine Aubry tat die Umbildung als “Viel Lärm um Nichts” ab:
„Präsident sein heißt, dem Land zu dienen, nicht seine Wiederwahl zu organisieren. Das ist “Viel Lärm um Nichts”. Wir sorgen uns, weil es dem Land schlecht geht und es seine Stellung auf der internationalen Bühne verliert“, erklärte Aubry.

Fragt man die Menschen in Paris, trifft man auf wenig Begeisterung über Sarkozys Schachzug: „Seit sechs Monaten haben wir über eine Kabinettsumbildung geredet, und was ist herausgekommen? Nichts außergewöhnliches. Es sind die gleichen Leute und die gleiche Politik“, klagt Guillaume Vincent. „Fillon ist noch immer da. Ich glaube nicht, dass sich viel ändert!“, meint Laurent.

Als eindeutiger Gewinner gilt Premierminister François Fillon, den wäre Sarkozy gerne losgeworden. Doch “Super-Fillon”, wie die Medien den 56-jährigen jetzt nennen, ist in der Partei beliebt und liegt in den Meinungsumfragen vor Sarkozy.