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Abu Dhabi wirbt um ausländische Investoren

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Abu Dhabi wirbt um ausländische Investoren

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Noch ist nur eine Baustelle zu sehen – aber schon bald soll zwischen Abu Dhabi und Dubai das größte Industriegebiet der Welt entstehen. Und es wartet mit einer Besonderheit auf: Ausländische Unternehmen können zu 100 Prozent Eigentümer der hier eröffneten Geschäftszweige sein. Tony Douglas, Geschäftsführer der „Abu Dhabi Ports Company“, kennt die Motive der Regierung: “Die Wirtschaft von Abu Dhabi stützt sich heute sehr stark auf Öl und Gas. Aber man will sich nicht länger darauf verlassen, sondern andere Industriezweige ansprechen, damit langfristig eine größere Vielfalt entsteht.”

Umgerechnet rund 5,2 Milliarden Euro investiert die Regierung von Abu Dhabi in die Kizad genannte Industriezone, die vor allem ausländische Investoren anziehen soll. Im Emirat ist man an Geschäfte mit dem Ausland gewöhnt, erklärt der Chef von “Emirates Aluminium”, Saeed Fadhel Al Mazrooei: “Einige finanzielle Zuwendungen kamen aus Europa, aus europäischen Ländern. Das ist für uns nichts Neues, wir sind von europäischer Technologie ebenso abhängig wie vom europäischen Banken- und Finanzsektor.”

Abseits des Ölgeschäfts sollen bis 2030 rund 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von Abu Dhabi in dem Industriegebiet erwirtschaftet und 150.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.