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Ausschreitungen bei Protesten gegen Sparpolitik der griechischen Regierung

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Ausschreitungen bei Protesten gegen Sparpolitik der griechischen Regierung

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In Athen ist es bei Protesten gegen die Sparpläne der griechischen Regierung zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die vornehmlich Jugendlichen warfen Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten. Zu der Kundgebung hatten die Kommunistische Partei Griechenlands und andere linke Gruppierungen aufgerufen. KP-Generalsekretärin Aleka Papariga sprach von einem “Krieg gegen die Rechte der Menschen, auf den man mit Krieg antworten” müsse. Die Demonstration am zentral gelegenen Syntagma-Platz verlief größtenteils friedlich.

Vor der Demonstration waren in Athen Vertreter des Internationalen Währungsfonds, der EU und der Europäischen Zentralbank zu Gesprächen mit Finanzminister Giorgos Papakonstantinou zusammengekommen. Die Neuverschuldung Griechenlands liegt mit 15,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes um zwei Prozentpunkte höher als bisher angenommen. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou griff unterdesen bei einem Besuch in Paris Deutschland scharf an: Die Vorschläge, dass Banken und Anleger sich künftig an Staatspleiten und Schuldenerlassen beteiligen sollten, mache die Lage für in Schwierikeiten steckende Länder nur noch schlimmer, sagte er.