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Finanziell angeschlagenes Irland muss sich entscheiden

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Finanziell angeschlagenes Irland muss sich entscheiden

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Die Euro-Staaten haben mit ihren Beratungen begonnen, wie dem finanziell angeschlagenen Irland geholfen werden kann. Die irische Regierung lehnt Unterstützung aus der EU strikt ab. Sie hat im eigenen Land nur einen schwachen Rückhalt und befürchtet politische Konsequenzen. Allerdings hat sich Dublin mit der Finanzspritze für die maroden irischen Banken hoch verschuldet.

EU-Währungskommissar Olli Rehn erklärte, derzeit säßen Irlands Behörden, die EZB und der IWF gemeinsam mit der EU-Kommission an einem Tisch, um die Probleme des Bankensektors in den Griff zu bekommen.

Die Kreditinstitute waren durch die Finanzkrise derart angeschlagen, dass Dublin ein Rettungspaket von 50 Milliarden Euro schnüren musste – und sich finanziell überschätzte. Die Eurogruppe ist alarmiert und fürchtet um die Stabilität der Gemeinschaftswährung. Hinzu kommt, dass auch die Finanzlage in Griechenland und Portugal nicht gerade rosig aussieht. Seit Wochen werden Kredite für diese Staaten teurer, weil die Risikoaufschläge für Anleihen steigen. Eine Finanzspritze würde nach Meinung vieler zumindest die Finanzmärkte stabilisieren.