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Schuldenkrise - ein gefährliches Szenario

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Schuldenkrise - ein gefährliches Szenario

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Der Euro gerät immer weiter unter Druck. Die Frage, ob Irland oder Portugal den Rettungsschirm der EU in Anspruch nehmen müssen, lastet schwer auf der Gemeinschaftswährung. Drei Staaten sind es, die derzeit mit horrenden Budgetdefiziten für Unruhe an den Märkten sorgen: Griechenland musste sein Defizit für 2009 erst vor kurzem nach oben korrigieren, es beträgt stolze 15,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dahinter folgen Irland mit 12 und Portugal mit 7,3 Prozent.

Die Risikoaufschläge für 10-jährige Staatsanleihen sind für griechische Papiere inzwischen auf 11,3 Prozent gestiegen, für irische Anleihen liegen sie bei acht, für portugiesische bei 6,8 Prozent. Zum Vergleich: Die Aufschläge für deutsche Staatsanleihen betragen gerade mal zweieinhalb Prozent.

Und auch die Schulden, die die Staaten und ihre Unternehmen bei ausländischen Banken haben, sind hoch: Griechenland steht hier mit 175 Milliarden Euro geradezu gut da, für Irland hingegen beträgt dieser Wert stolze 730 Milliarden Euro – und die Gläubiger sind vor allem britische und deutsche Banken. Ein gefährliches Szenario: Stürzt Irland in den Bankrott, reißt es das gerade mühsam sanierte Bankensystem gleich mit.