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Internationale Beratungen über Thunfisch-Fangquoten in Paris

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Internationale Beratungen über Thunfisch-Fangquoten in Paris

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Die Zukunft des vom Aussterben bedrohten Blauflossenthunfischs im Atlantik steht ab morgen in Paris zur Debatte: Die fast fünfzig Mitgliedsstaaten der Internationalen Kommission für die Erhaltung der Thunfischarten des Atlantiks (ICCAT) kommen zu zehntägigen Beratungen zusammen.

Vor dem Konferenzzentrum fordern Umweltschützer Maßnahmen gegen illegalen Fischfang:

“Weltweit gibt es immer noch das Problem der Überfischung,” sagte ein Greenpeace-Aktivist: “Letztendlich gibt es zu viele Boote für zu wenig Fisch. Die Quoten sind zwar im Laufe der Jahre verkleinert worden, aber das reicht leider nicht, es ist wichtig, weiter zu gehen.”

Greenpeace verweist auf einen neuen Bericht, demzufolge es ein riesiges Schwarzmarkt-Netzwerk für Blauflossenthun gibt.

Auch der Chef des französischen Verbands der Thunfisch-Fischer, Mourad Kahoul, klagt über Quoten, ihm sind sie zu klein: “Wenn die Quote auf 6000 Tonnen pro Jahr gesenkt wird, sollten wir ganz aufhören und alles den Illegalen überlassen.”

Ein erwachsener Blauflossenthunfisch, auch Roter Thun genannt, wiegt durchschnittlich 250 kg, kann aber auch mehr als das Doppelte auf die Waage bringen. Achtzig Prozent des atlantischen Fangs geht nach Japan, wo besonders hohe Preise gezahlt werden. Große Exemplare brachten dort schon mehr als 100.000 Euro ein.