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Iraks Präsident will Todesurteil gegen Asis nicht unterzeichnen

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Iraks Präsident will Todesurteil gegen Asis nicht unterzeichnen

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Letzte Hoffnung für den irakischen Ex-Außenminister Tarik Asis: Staatspräsident Talabani will das Todesurteil gegen Saddam Husseins einstige rechte Hand nicht unterzeichnen. Der 74-jährige Asis war Ende Oktober wegen der Verfolgung von Schiiten zum Tode verurteilt worden. Zuvor waren gegen ihn schon zwei langjährige Haftstrafen verhängt worden, unter anderem wegen der Verfolgung von Kurden.

Asis war jahrelang Außenminister und Stellvertreter von Saddam Hussein. Er galt im Ausland als “menschliches Gesicht” des Regimes. Nach der amerikanischen Invasion 2003 hatte er sich dem US-Militär gestellt.

Der gerade erst wiedergewählte Staatspräsident Dschalal Talabani erklärte, er werde das Todesurteil nicht unterzeichnen, weil er als Sozialdemokrat dagegen sei. Asis sei ein irakischer Christ und ein alter Mann. Talabani hatte sich allerdings 2006 auch geweigert, das Todesurteil gegen Saddam Hussein zu unterzeichnen. Es sei jetzt Zeit für den Irak, zu einer Politik der Vergebung und Versöhnung zurückzukehren, erklärte er.

Auch der Vatikan und Russland hatten an den Irak appelliert, das Todesurteil gegen Asis wegen dessen hohen Alters und seines Gesundheitzustandes nicht zu vollstrecken.