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Attentat von Karachi: Sarkozy soll vor Gericht aussagen

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Attentat von Karachi: Sarkozy soll vor Gericht aussagen

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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy soll wegen des Attentats von Karachi im Mai 2002, bei dem auch Franzosen ums Leben kamen, vor Gericht aussagen. Das fordern die Familien der Toten, die als Nebenkläger im dem Zivilprozess auftreten.

Möglicherweise wurden die Franzosen vom pakistanischen Geheimdienst aus Rache getötet – weil ein Waffengeschäft mit der französischen Regierung und vereinbarte Zahlungen nicht nach Plan liefen.

Der ehemalige Verteidigungsminister Charles Millon soll vor dem Gericht Korruption in den eigenen Reihen zugegeben haben.

Auch Ex-Präsident Jacques Chirac sollte als Zeuge gehört werden, so der Anwalt der Angehörigen, Olivier Morice.

Bei dem Waffengeschäft habe es sich um U-Boote gehandelt. Die Franzosen sollen vereinbarte Schmiergelder nicht gezahlt haben, sondern diese seien in die Taschen der Regierungspartei geflossen.

Der Anwalt der Angehörigen reichte einen Antrag vor Gericht ein, der es möglich machen soll, dass Sarkozy trotz seiner präsidentiellen Immunität aussagt.