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Jahrestag der Studentenrevolte: Gewalt und Proteste in Griechenland

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Jahrestag der Studentenrevolte: Gewalt und Proteste in Griechenland

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Tausende Griechen haben an den Jahrestag des blutig niedergeschlagenen Studentenaufstandes von 1973 erinnert. In diesem Jahr mischte sich in die Gedenkmärsche der Protest gegen die von EU und Internationalem Währungsfonds auferlegten Sparmaßnahmen der Regierung

Wie in früheren Jahren kam es am Rande der Demonstrationen zu Ausschreitungen. Die Polizei trieb mit Gewalt Autonome auseinander, die randalierten und Steine auf Polizisten warfen.

Allein bei der zentralen Kundgebung in Athen kamen laut Polizei rund 20.000 Menschen zusammen – Studenten, Lehrer, Arbeiter, Rentner:

“Dieser Jahrestag sollte weitere Demonstrationen anstoßen, damit wir ein starkes Signal senden können – an die EU, den IWF und unsere Regierung, damit die Sparmaßnahmen aufgehoben werden und wir unser Recht auf ein besseres Leben, bessere Arbeitsbedingungen und bessere Ausbildung auch verwirklichen können”, erklärt einer der Demonstranten.

Am 17. November 1973 hatten Studenten am Athener Polytechnikum gegen die Militärdikatur revoltiert, es gab zahlreiche Tote. Der Aufstand gilt vielen Griechen als Anstoß für die Rückkehr zur Demokratie.