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NATO - 61 Jahre mit wechselnden Herausforderungen

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NATO - 61 Jahre mit wechselnden Herausforderungen

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10 westeuropäische Staaten, Kanada und die USA gründeten im April 1949 den “Nord-Atlantik-Pakt” –

abgekürzt NATO. Die Bundesrepublik Deutschland tratt 1955 bei. Nach der Wiedervereinigung im Oktober 1990 wurde das Geltungsgebiet auf ganz Deutschland ausgedehnt. Die ehemaligen Gegner aus dem “Warschauer Vertrag” liefen scharenweise zum Ex-Klassenfeind über. So zählt die NATO heute 28 Mitglieder.

Ihren ersten Militäreinsatz außerhalb des eigenen Geltungsgebietes hatte die NATO 1995 in Bosnien.

Mit 60.000 Mann im Rahmen der IFOR.

Als Friedensmission.

Damit war de facto auch der Übergang von bipolaren Welt des Kalten Krieges zur multipolaren mit vielen kleineren Konfliktherden vollzogen.

Die politisch wohl bedeutsamste Erweiterung geschah 2004 durch den Beitritt der drei baltischen Staaten – ehemals Sowjet-Republiken.

Dazu Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Bulgarien, 2009 Albanien – die NATO hat die meisten Mitglieder jenes Bündnisses aufgenommen, das über 40 Jahre hin ihr wichtigster Gegner war.

Bestimmt Erfahrungen des Gegeners genau auszuwerten hat man bei der NATO leider versäumt.

So steckt sie mittlerweile in Afghanistan in erheblichen Schwierigkeiten.

Von den 135.000 NATO-Soldaten, die rund um den Globus im Einsatz sind, tun mehr als 126.000 in Afghanistan Dienst, knapp 7.000 sind seit 1999 im Kosovo stationiert. Und 170 NATO-Militärs sind als Ausbilder im Irak tätig.

Seit 2001 läuft im Mittelmeer die Überwachungsmission “Active endeavour”, um Waffenlieferungen in Krisengebiete zu verhindern.

Ebenfalls zur See soll Operation “Ocean shield” am Horn von Afrika die zivile Seefahrt vor Piraten schützen. Und dann wird auch noch der “Afrikanischen Union” für deren Friedensmissionen logistische Hilfe geleistet.

Die Welt hat sich gründlich verändert in den vergangenen 20 Jahren. Nur sicherer ist sie nicht geworden. Die NATO steht vor der Aufgabe, sich den veränderten Herausforderungen anzupassen.