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NATO will künftigen Kurs festlegen

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NATO will künftigen Kurs festlegen

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Lissabon rüstet sich für das Gipfeltreffen der NATO: Freitag und Sonnabend kommen die Staats- und Regierungschefs des Militärbündnisses in Portugals Hauptstadt zusammen; dazu Spitzenpolitiker aus Nicht-NATO-Ländern, die aber am gemeinsamen Militäreinsatz in Afghanistan beteiligt sind. Der Abzug von dort wird ein Hauptthema sein, neben der

Zusammenarbeit mit Russland.

Bei dem Gipfel gehe es um Sicherheit, und zugleich finde er unter höchster Sicherheit statt, sagt Euronews-Reporter José Miguel Sardo. In den

meisten europäischen Ländern seien hohe Terrorwarnstufen in Kraft; zudem befürchteten die portugiesischen Behörden Ausschreitungen bei Protestkundgebungen. Die Veranstalter dieser Kundgebungen würden für Sonnabend mit zehntausend Menschen rechnen.

Die Sicherheitskontrollen schon vor dem Treffen sind

umfangreich: Szenen wie beim NATO-Gipfel letztes Jahr im französischen Straßburg will keiner noch einmal haben. An den Grenzen wird streng kontrolliert, manche NATO-Gegner wurden schon

abgewiesen – ein Ärgernis für die Organisatoren der Proteste.

Die NATO habe nichts mit Demokratie zu tun, sagt einer von ihnen, der Deutsche Reiner Braun von den Juristen gegen Kernwaffen. Militärische Strukturen, sagt er, würden die Demokratie zerstören; ebenso wie die Freiheit, sich zu bewegen und zu handeln.

Ein so genannter Gegengipfel soll zeigen, dass die NATO in den Augen ihrer Gegner auch nichts mit Frieden zu tun hat. Drei Tage lang halten sie dazu Veranstaltungen ab. Für Sonnabend planen sie eine Großkundgebung im Lissabonner Stadtzentrum.