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Bernanke verteidigt US-Ankaufprogramm

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Bernanke verteidigt US-Ankaufprogramm

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Die Geldpolitik der US-Notenbank hat die Konferenz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt dominiert. Das 600-Milliarden-Dollar-Ankaufprogramm der Fed hatte für heftige Kritik gesorgt. Fed-Chef Ben Bernanke verteidigte die Maßnahme. Sie sei wegen des langsamen Wachstums nötig, sagte er, wegen des Inflationsrückgangs und der hohen Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig wandte sich Bernanke an die Kritiker, unter anderem auch an China: “Diese Länder könnten ihr Wachstum beschleunigen, indem sie die sozialen Netze stärken. Schwächere Märkte sollten die Inlandsnachfrage unterstützen und Strukturreformen vornehmen.”

Hauptkritikpunkt ist, dass die Maßnahmen der Fed den Dollar schwächen könnte – und in diese Kerbe schlug EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, als er die Bedeutung eines starken Dollars hervorhob. Ein solider und gegenüber anderen Währungen glaubwürdiger Dollar sei wichtig, betonte Trichet.

Der Direktor des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, erklärte, tatsächlich seien die Wechselkurse nur ein Teil des Problems. Denn der Handelsbilanzüberschuss Chinas sei zwar gesunken, nicht aber das Defizit der USA, was darauf hindeute, dass andere Exporteure an Chinas Stelle getreten seien. Von Europa verlangte Strauss-Kahn weitreichende Reformen zur Lösung der Probleme des Finanzsektors.