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Chirac und Villepin drohen Ermittlungen

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Chirac und Villepin drohen Ermittlungen

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Frankreichs früherem Staatschef Jacques Chirac und seinem Außenminister Dominique de Villepin drohen im Zusammenhang mit der in Paris als “Karachigate” bezeichneten Affäre Ermittlungen der Justiz. Gegen sie wollen Familienangehörige der Opfer klagen, die vor acht Jahren bei einem Attentat in der pakistanischen Metropole Karatschi ums Leben gekommen waren. Die Familienangehörigen werfen den Politikern fahrlässige Tötung vor. Frankreichs Behörden ermitteln in der Affäre “Karachigate”, in der es auch um Pariser Schmiergelder geht. Der frühere Premierminister Edouard Balladur soll einen Teil dieser Gelder genutzt haben, um 1995 seine Wahlkampagne zu finanzieren. Er kandidierte damals für die Präsidentschaft. Das Schmiergeld floss als Dankeschön an Pakistan, das französische Unterseeboote gekauft hatte. Chirac stoppte den Geldfluss, worauf die pakistanischen Nutznießer böse wurden. Sie rächten sich mit einem Attentat in Karatschi, bei dem 15 Menschen, darunter elf französische Fachleute getötet wurden.