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Hilfe in Haiti zu langsam

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Hilfe in Haiti zu langsam

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Die “Ärzte ohne Grenzen” schlagen Alarm: Die Hilfe gegen die Cholera in Haiti kommt zu langsam und reicht nicht aus. Dies untergrabe die laufenden Bemühungen. Dringend seien mehr Behandlungszentren für die Kranken nötig, mehr Aufklärung für die Bevölkerung, und eine bessere Wasseraufbereitung und Müllentsorgung.

Zudem haben die jüngsten gewaltsamen Proteste gegen die UNO-Soldaten in Haiti die Bemühungen erschwert: “Dadurch haben die Patienten große Probleme, zum Behandlungszentrum zu kommen, sie stecken fest und sterben zu Hause oder sie kommen erst sehr spät zur Behandlung”, klagt eine Mitarbeiterin der Ärzte ohne Grenzen.

Seit Wochenbeginn hatten zuerst im Norden und dann auch in der Hauptstadt Port-au-Prince Haitianer gegen die Blauhelmsoldaten protestiert, denen sie vorwerfen, die Seuche eingeschleppt zu haben. Dabei war es zu gewaltsamen Zwischenfällen mit Toten gekommen.

UN und Regierung halten die Unruhen kurz vor der Präsidentenwahl für politisch provoziert. Die Vereinten Nationen haben die Vorwürfe zurückgewiesen: Bei Tests am Stützpunkt der betreffenden nepalesischen Soldaten seien keine Erreger gefunden worden.

Die UN-Mission in Haiti rief in einem öffentlichen Appell an diesem Morgen die Demonstranten auf, die Blockaden wegzuräumen und den Transport der Helfer nicht zu behindern. Bei der Rettung von Menschenleben zähle jede Sekunde.

Auf der Suche nach dem Auslöser der Cholera in Haiti hat die US-Seuchenbehörde CDC inzwischen festgestellt, dass die Erreger wahrscheinlich aus einer einzigen Quelle stammen. Der Typ komme sowohl in Asien als auch in anderen Regierung der Erde vor.