Eilmeldung

Eilmeldung

Irland zögert - Athen gibt gute Ratschläge

Sie lesen gerade:

Irland zögert - Athen gibt gute Ratschläge

Schriftgrösse Aa Aa

Die Verhandlungen um Finanzhilfen für Irland könnten noch mehrere Wochen andauern. Seit Donnerstag laufen in Dublin Gespräche zwischen Vertretern der EU und des IWF und der irischen Regierung. Das Budget sei unter Kontrolle, sagte ein Verhandler, aber der Bankensektor bereite Probleme. Dublin wehrt sich vor allem gegen eine Erhöhung der Unternehmenssteuern – dies fordern einige EU-Staaten als Gegenleistung für Finanzhilfen. Die irische Opposition forderte Premierminister Brian Cowen zum Rücktritt auf. Dieser beteuert nach wie vor, die Krise sei kontrollierbar.

Aus dem ebenfalls krisengeschüttelten Griechenland kommen gute Ratschläge. Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou sagte zunächst, Irland müsse umgehend über Finanzhilfen entscheiden, später ruderte er jedoch wieder zurück: “Die irische Regierung tut alles, was sie kann und ich bin sicher, sie wird zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung treffen.”

Sein eigenes Land sieht Papaconstantinou auf einem guten Weg. Mit einem harten Sparhaushalt soll das griechische Budgetdefizit im kommenden Jahr auf 7,4 Prozent des BIP gedrückt werden. Im Vorjahr lag es noch bei 15,4 Prozent. Die Regierung legte dem Parlament den strengsten Haushaltsentwurf seit Jahrzehnten vor. 2011 sollen durch Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen rund 6 Milliarden mehr aufgebracht werden als bislang erwartet. Geplant sind unter anderem massive Kürzungen im Gesundheitssystem.