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Berlusconi vergreift sich an antiken Skulpturen

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Berlusconi vergreift sich an antiken Skulpturen

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Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat schon wieder Ärger. Weil er zwei antiken Statuen aus dem Jahr 175 Gliedmaßen und Geschlechtsteile verpassen ließ, fallen nun Opposition und Denkmalschützer über ihn her. Die einen klagen über unsachgerechte Restaurierungen, die anderen spotten über das “Lifting” von Denkmälern, “die sich im Gegensatz zu anderen nie über den Zahn der Zeit beklagten”.

“Wir haben doch nur Körperteile ergänzt, die gefehlt haben und wir haben sie von vergleichbaren Skulpturen in vergleichbaren Posen kopiert”, verteidigt Dottore Mario Catalano, der Architekt des Palazzo Chigi, des Regierungssitzes, die Arbeit.

Dummerweise herrscht nur in der Fachwelt seit Jahrzehnten die Auffassung vor, beschädigte Statuen nicht auszubessern. Bei den Statuen handelt es sich um Leihgaben aus den Thermen des Diokletian für Berlusconis Amtssitz.