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Irland: Angst vor dem Preis des Rettungspakets

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Irland: Angst vor dem Preis des Rettungspakets

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Die Rettung für das hochverschuldete Irland könnte schon bald kommen, doch auf der Insel blicken viele in eine düstere Zukunft. Die irischen Experten die gemeinsam mit ihren Kollegen von der Europäischen Union und vom Internationalen Währungsfonds am Hilfspakt feilen, sagten am Freitag, dass der Plan schon in der kommenden Woche auf dem Tisch liegen werde. Vielleicht sogar vor Öffnung der Börsen am Montagmorgen.

Eine gute Nachrichte für Philip Lane, Ökonomieprofessor am bekannten Trinity College in Dublin: Regierung und Wirtschaft stünden mit dem Rücken zur Wand, “Hilfe von unseren europäischen Partner zu bekommen ist da die beste Lösung!”

Doch ob die angekündigten rund 100 Milliarden Euro Kredite reichen werden, die Wirtschaft des Landes wieder flott zu machen und die hohe Verschuldung abzubauen ist ungewiss. “Ein ziemlich angsteinflössender Moment” findet einer von Lanes Studenten, der ein dauerhaftes Ende des irischen Wirtschafswunders der letzten zehn Jahre befürchtet. Einer seiner Kommilitone sieht gar für das kommende Jahrzehnt keinerlei Jobchancen in Irland für die heutigen Universitätsabgänger.

Viele Iren fürchten den Preis der Hilfskredite. Kann das Land seinen ultrageringen Unternehmensteuersatz halten – der das Fundament des Wirtschaftswunders war? Die geringen Grundsteuern? Die hohen Spzialleistungen? Schon geht die Angst um, dass Irland wieder zum Massen-Auswanderungsland wird.