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NATO beschließt Abzug aus Afghanistan

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NATO beschließt Abzug aus Afghanistan

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Die NATO hat die Weichen für einen stufenweisen Abzug aus Afghanistan gestellt. Ab 2014 soll die afghanische Regierung selbst für die Sicherheit im Land sorgen. Die NATO will sich jedoch nicht einfach aus dem Staub machen. Es ist keine Exit- sondern eine Übergangsstrategie. Die internationalen Truppen werden die afghanischen Sicherheitskräfte weiter unterstützen.

“Ausbilder werden den Übergang ermöglichen. Der afghanische Präsident Hamid Karzai und ich haben ein Abkommen für eine lange Partnerschaft zwischen der NATO und Afghanistan unterschrieben. Eine Partnerschaft, die über unsere Kampfmission hinausgehen wird. Falls die Feinde Afghanistans meinen, sie müssten bloß abwarten, bis wir abziehen, dann haben sie sich geschnitten. Denn wir werden so lange bleiben bis unsere Arbeit getan ist,” betonte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.

Die Truppensteller begrüßen den baldigen Abzug, denn der Konflikt am Hindukusch dauert bereits seit neun Jahren an und mittlerweile sind alle kriegsmüde.

Der Belgier Yves Le Terme hat derzeit den turnusmäßigen EU-Ratsvorsitz inne. Er sagte:

“In Zukunft wird die internationale Gemeinschaft weniger auf militärische, sondern vielmehr auf zivile Maßnahmen setzen und sich auf den Wiederaufbau des Landes konzentrieren.

Wir werden uns auf kein Datum festlegen. Es ist wichtig einen Zeitplan zu haben und zu sehen, welche Ergebnisse wir mit unseren Bemühungen vor Ort erzielen.”

Euronews-Korrespondent Miguel Sardo erklärte:

“Die NATO hat sich auf kein präzises Datum für den Abzug festgelegt. Damit sendet sie eine eindeutige Nachricht an die Taliban: Übergang bedeutet nicht Rückzug.”