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NATO beschließt neue Strategie

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NATO beschließt neue Strategie

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Stolz hält der Generalsekretär die Broschüre in die Kamera: Das sei der Kurs der NATO für die nächsten

zehn Jahre, sagt Anders Fogh Rasmussen. Die neue Strategie sei angenommen, das sei ein historischer Augenblick.

Es geht um das “Strategische Konzept” – ein Papier, das die weitere Ausrichtung der NATO beschreibt. Das bisherige Konzept stammte von 1999, als die NATO noch sechzehn Mitglieder hatte.

Die Staats- und Regierungschefs der inzwischen 28 NATO-Länder haben das neue Konzept bei ihrem Lissabonner Gipfeltreffen gebilligt. Die NATO will darin zum Beispiel eine Welt ohne Kernwaffen – hält

aber auch an der nuklearen Abschreckung fest, so lange es solche Waffen noch gibt.

Zufrieden mit den ersten Gipfelergebnissen zeigt sich auch Amerikas Präsident, der zuletzt nicht von Erfolg verwöhnt war. Für ihn wichtig: die amerikanische Idee eines Schutzschilds gegen feindliche Raketen. Zum ersten Mal, sagt Barack Obama, habe man sich auf eine Raketenabwehr geeinigt, die alle NATO-Staaten in Europa schütze, ebenso wie die USA.

Das neue NATO-Konzept will Russland und andere Staaten bei dieser Raketenabwehr einbeziehen. Das

ist dann allerdings ein anderes Thema – eines für den zweiten Gipfeltag.