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NATO sucht Zusammenarbeit mit Russland

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NATO sucht Zusammenarbeit mit Russland

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Auch andere Themen kommen am Rande des NATO-Gipfels zur Sprache, wie der mögliche Beitritt von Georgien. An diesem Ziel halte man fest, sagt der Staatspräsident. Es stehe nach wie vor auf der Tagesordnung; man habe mit einem Beitritt aber auch keine Eile. Zufrieden zeigt sich Michail Saakaschwili über die Unterstützung für sein Land.

Die NATO habe immer die Unantastbarkeit von Georgiens Staatsgebiet bekräftigt, sagt er. Die Parlamentarische Versammlung der NATO stelle auch fest, dass in Georgien ethnische Säuberung stattfinde, offenbar unter russischer Beteiligung. Außerdem gehe es um die Besetzung georgischer Gebiete – ein Verstoß gegen das Völkerrecht.

Vor zwei Jahren hatte die NATO einen Beitritt Georgiens sowie der Ukraine aufgeschoben, wegen des Verhältnisses zu Russland. Das spielt auch diesmal eine wichtige Rolle: Heute kommt der russische Staatspräsident Dmitri Medwedjew nach Lissabon.

Man sei zufrieden, sagt Polens Verteidigungsminister Bogdan Klich, weil die neue Strategie beinhalte, dass man mit Russland zusammenarbeiten müsse: in punkto Afghanistan, Piraterei, Terrorismus, Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und so weiter.

Mit dem neuen Konzept habe der Generalsekretär fast eine Friedensmission vollbracht, sagt Euronews-Reporter José Miguel Sardo in Lissabon. Um die Zustimmung aller zu bekommen, habe er aber rhetorische Übungen vollführen müssen wie die, dass die NATO ein Bündnis mit Kernwaffen sei – aber zum Ziel eine kernwaffenfreie Welt habe.