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Gipfel berät Schutzschild für wilde Tiger

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Gipfel berät Schutzschild für wilde Tiger

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Viele Tiger sind tot – es lebe der Tiger als solcher. Vier Tage lang diskutieren ranghohe Politiker aus 13 Staaten in denen es noch wilde Tiger gibt, in St. Petersburg über die Rettung der gefährdeten Raubtiere. Russlands Regierungschef Wladimir Putin hat unter anderem US-Außenministerin Hillary Clinton und Chinas Regierungschef Wen Jiabao eingeladen.
 
100 000 Tiger gab es vor 100 Jahren noch – vor allem in Asien. 3200 sollen heute noch übrig sein, schätzt die Umweltorganisation WWF.
 
Wie es zu der dramatischen Lage kam ?
 
Tiger sind heute auf sieben Prozent ihres ursprünglichen Lebensraums zurückgedrängt.
Allein zwischen 1995 und 2005 gingen in Asien 40 % der Fläche verloren.
  
Ziel des Treffens in St. Petersburg ist ein Aktionsplan, um die Erde bis 2022 mit doppelt so vielen Tigern zu bevölkern wie heute.
 
Der WWF fordert ein Ende des illegalen Handels mit Tigerprodukten – gefragt vor allem bei abergläubischen Chinesen.
 
Schwarzmärkte existierten vor allem in der Grenzregion zwischen Birma, Thailand und China. Sie zögen vor allem Touristen aus China an, auf der Suche nach Tigermedizin, Glücksbringern aus Tigerkrallen oder Fellen.
 
Russische Wildhüter haben ihre Mühe mit Wilderern.
 
In den neunziger Jahren, als mit der Sowjetunion auch die Kontrolle der Jagdverbote zusammenbrach, hatten Wilderer die Schutzgebiete gestürmt – auch ein Dutzend Jäger kam dabei ums Leben.
 
 
Wildhüter Anatoly Belov:
  
“Das ist auch eine Art Konkurrenz, ganz einfach. Die wollen die Raubtiere in ihrem Revier loswerden, damit sie keiner beim Jagen stört.”
 
 
Für den Bali-, den kaspischen und den Java-Tiger kommt jede Hilfe zu spät – von neun Tigerarten gelten drei als ausgestorben. Kann sein, dass auch dem südchinesischen Tiger etwas zugestoßen ist – der letzte wurde vor 40 Jahren gesichtet.