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Nato-Gipfel: Ende der Eiszeit mit Russland

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Nato-Gipfel: Ende der Eiszeit mit Russland

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Der Nato-Gipfel in Lissbon hat zu einer Annäherung mit Russland geführt. Seit dem Georgienkrieg 2008 war das gegenseitige Verhältnis gespannt. Nun haben sich die Nato und Russland auf eine Zusammenarbeit bei der Raketenabwehr verständigt. Der russische Präsident Dimitri Medwedjew stellte dafür folgende Bedingung:

“Unsere Teilnahme muss gleichberechtigt sein. Mehr noch, wir müssen gleichberechtigte Partner werden. Nur zum Schein darf es ein solches Abkommen nicht geben”, sagte er.

Ziel der neuen Abwehr ist es, das gesamte europäische Nato-Gebiet vor Raketen zu schützen. Die europäischen Raketenabwehrsysteme sollen nicht nur untereinander verbunden sondern auch mit der US-amerikanischen Abwehr und der russischen verzahnen werden.

Gegen wen sich der gemeinsame Raketenschirm richtet, erklärte die Nato nicht. Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hingegen machte am Samstag klare Worte: “Die Bedrohung für Europa geht vom Iran aus”, sagte er.

Zu Beginn des Gipfels hatten Frankreich und weitere Nato-Mitglieder gefordert, dass Teheran in dem neuen Strategiekonzept der NATO offiziell als Feind benannt wird. Die Türkei konnte sich jedoch dagegen durchsetzen. Sie hatte befürchtet, ihre nachbarschaftlichen Beziehungen mit dem Iran dadurch zu beschädigen.