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Irlands EU-Hilfeersuchen stimmt Märkte optimistisch

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Irlands EU-Hilfeersuchen stimmt Märkte optimistisch

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Das Hilfeersuchen Irlands an die Europäische Union hat dem Euro am Währungsmarkt Auftrieb gegeben. Und auch die europäischen Aktienmärkte zeigten sich optimistisch: Die wichtigsten Indizes starteten den Handelstag mit Gewinnen.

Nach langem Zögern hatte Irland am Vortag den Antrag auf Unterstützung durch den Rettungsfonds der Euroländer gestellt. Außerdem wollen die Nicht-Euroländer Großbritannien und Schweden bilaterale Hilfe leisten.

“Weil Großbritannien nicht am Euro teilnimmt, wollte ich, dass wir unsere bilateralen Verpflichtungen gegenüber Irland wahrnehmen,” sagte der britische Schatzkanzler George Osborne. “Irland ist unser Nachbar, die Hilfe ist im nationalen Interesse Großbritanniens.”

Der Umfang der EU-Hilfe wurde noch nicht angegeben; die Finanzmärkte tippen auf bis zu 90 Milliarden Euro.

Im Gegenzug verlangen EU, Euro-Länder und Internationaler Währungsfonds, dass Irland sein marodes Bankensystem neu formiert, seinen Haushalt saniert, soziale Kürzungen vornimmt und

seine Unternehmenssteuer erhöht. Insbesondere gegen den letzten Punkt wehrte sich die irische Regierung.