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Seeräuberprozess in Hamburg

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Seeräuberprozess in Hamburg

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Seit Jahrhunderten gab es in Deutschland keinen Prozess mehr wegen Seeräuberei: Jetzt stehen in Hamburg aber zehn Männer vor Gericht. Sie stammen aus Somalia und sollen im April vor der dortigen Küste ein deutsches Schiff angegriffen und geentert haben.

Die Männer schweigen zu den Vorwürfen und machen auch sonst keinerlei Angaben – aber die Anklage ist zuversichtlich: “Die Staatsanwaltschaft hat aus unserer Sicht heraus ausreichend Beweismittel zusammengetragen”, sagt Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers. “Wir haben dem Gericht zirka 22 Zeugen präsentiert, eine Fülle von Sachbeweisen – unter anderem die sichergestellten Waffen der Angeklagten.”

Das Containerschiff “Taipan” war knapp tausend Kilometer vor der somalischen Küste unterwegs. Die Besatzung rettete sich vor den Piraten in einen Schutzraum. Von dort aus konnte sie die Maschinen abschalten und Hilfe rufen.

Diese Hilfe kam von einem niederländischen Schlachtschiff in der Nähe, der Fregatte “Tromp: Soldaten wurden per Hubschrauber auf der “Taipan” abgesetzt, nahmen die Seeräuber nach einer kurzen Schießerei gefangen und befreiten die Besatzung.