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Aung San Suu Kyi trifft nach Jahren ihren Sohn

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Aung San Suu Kyi trifft nach Jahren ihren Sohn

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Die birmanische Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat nach zehn Jahren ihren jüngsten Sohn wiedergesehen. Schon am Flughafen in Rangun zeigte der 33-Jährige demonstrativ seine nackten Arme, auf die das Symbol der Partei seiner Mutter tätowiert ist. Er lebt in Großbritannien, wo Aung San Suu Kyi nach der Hochzeit mit einem Briten in den siebziger Jahren gelebt und zwei Söhne bekommen hatte. Während ihres Hausarrestes später in Birma, heute Myanmar, hatten ihm die Militärmachthaber vor zehn Jahren das letzte Mal einen Besuch gestattet.

Mitte November war die Oppositionsführerin freigelassen worden. Ihr Antrag auf Wiederzulassung ihrer im Mai verbotenen Partei scheiterte am Montag vor dem Obersten Gerichtshof des Landes. Die Partei hatte sich geweigert, ihre Galionsfigur auszuschließen und zum Boykott der Wahlen aufgerufen, die die Junta Anfang November erstmals nach zwanzig Jahren abhielt. Westliche Beobachter werteten die Wahl als Versuch, das Regime zu legitimieren.