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Die ständigen Konlikte der beiden Koreas

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Die ständigen Konlikte der beiden Koreas

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Militärische Zwischenfälle und gegenseitige Schuldzuweisungen prägen das Verhältnis der beiden koreanischen Staaten zueinander.

Im März sank ein südkoreanisches Kriegsschiff nach einer Explosion. 46 Matrosen starben.

Südkorea und die USA beschuldigen den kommunistischen Norden – der bestreitet jede Schuld. Gegenstand ständiger Spannungen ist die massiv gesicherte Waffenstillstandslinie.

Ein Kommandant der UN-Truppen hatte diese “Nothern Limit Line” 1953 einseitig festgelegt – und zwar quer durch Korea am 38. Breitengrad. An der Westküste schließt sich eine 200 Kilometer lange Seegrenze an. Nordkorea kritisiert, dass dadurch einige Inseln vor seiner Küste an Südkorea fallen – und legte seinerseits 1999 eine weiter südlich verlaufende Seegrenze fest.

Nordkorea, das sich ständig vom Süden und dessen Verbündeten bedroht sieht, hat rund 1.800 Raketen stationiert. Die feindlichen Brüder im Süden leben unter dem Schutz der amerikanischen see-gestützten Cruise missiles

Nordkorea wird verdächtigt, an einer eigenen Atombombe zu arbeiten. Es soll bereits 50 Kilogramm angereichertes Uran besitzen – das würde für sechs bis acht Bomben reichen.

In den vergangenen Jahren gab es zwei Atombombentests. Der Süden hat kein Atomprogramm und verlässt sich voll auf den Schutz durch die USA.

Nachdem bei früheren Inspektionen ausländische Fachleute keine eindeutigen Beweise für ein nord-koreanisches Atombombenprogramm finden konnten, wurde die allethalben vorhandene Besorgnis vom US-Wissenschaftler Siegfried Hecker neu angefacht. Er schilderte, er habe Mitte November “Hunderte und Aberhunderte” neu installierter Gaszentrifugen gesehen. Was nur bedeuten könne, Nordkorea habe heimlich und schnell eine Urananlage gebaut, die nicht nur zur Stromerzeugung genutzt werden könne.

Die Mehrparteiengespräche zum nordkoreanischen Nuklearporgramm waren im April 2009 ergebnislos abgebrochen worden. Pjöngjang hatte zuletzt seine Bereitschaft erklärt, sich wieder mit den USA, China, Japan, Russland und Südkorea an einen Tisch zu setzen.

Aus dem abgeschottesten Land dieser Erde kommen überwiegend Bilder von organisierten Aufmärschen und Paraden. Aus denen lässt sich schwer ablesen: wie viel daran ist nur Show?

wie stark oder wie schwach ist das kommunistischen System wirklich?

Als letzte Neuigkeit zeigten die Bilder neben dem kranken Machthaber Kim Jong Il seinen erst 27jährigen Sohn Kim Jong Un –

was als Hinweis auf die Nachfolge-Regelung gedeutet wird.