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Irlands Regierung unter Druck

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Irlands Regierung unter Druck

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Irlands Regierung steht unter Druck: Das Land muss sich trotz langen Sträubens und Leugnens nun doch unter den finanziellen Rettungsschirm der EU flüchten, und der Regierungschef selbst wird sogar in den eigenen Reihen angezweifelt. Dazu kommen von der Opposition Forderungen nach Rücktritt und Neuwahlen.

Den Rücktritt lehnt Brian Cowen ab; Neuwahlen aber soll es geben, nach der bevorstehenden Abstimmung über den neuen Haushalt und das geplante schwere Sparpaket.

Alle seine Mitstreiter würden ihn dabei unterstützen, sagt Cowen – weil es für das Land wichtig sei, mit der Arbeit weiterzumachen und sie zu vollenden. Er selbst habe ihnen gesagt, sie seien in einer demokratischen Partei: Und es gebe demokratische Verfahren, um mit allem umzugehen, was in der Partei passiere.

Das bezog sich auf die Kritiker in der eigenen Partei. Cowen reagierte aber auch auf die Forderung der Grünen, die mit ihm zusammen regieren. Sogar sie wollen ebenfalls bald eine Neuwahl – und sonst die Koalition verlassen. Nur noch bei der Haushaltsabstimmung wollen sie Cowen stützen. Ob

das reicht, muss sich zeigen: Offenbar kehren sich zwei parteilose Abgeordnete von ihm ab, auf deren Stimmen er sonst rechnen konnte.