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Nordkorea beschießt südkoreanische Insel

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Nordkorea beschießt südkoreanische Insel

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Zwischen Nordkorea und dem verfeindeten Südkorea

ist es zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen: Nordkoreanische Artillerie beschoss vom Land aus eine Insel, die zum Süden gehört.

Einige Dutzend Granaten trafen die Insel: Zwei Soldaten dort wurden getötet, weitere Menschen verletzt. Etliche Häuser gerieten in Brand.

Die südkoreanische Armee erwiderte das Feuer und versetzte ihre Einheiten in erhöhte Gefechtsbereitschaft. Beide Seiten drohten sich gegenseitig weitere Militärschläge an.

Die kommunistische Führung im Norden machte Südkorea für den Zwischenfall verantwortlich. Der Norden hatte zuvor schon heftig gegen eine Militärübung des Südens vor der Küste protestiert. Nach südkoreanischen Angaben drang bei dieser Übung aber kein Schiff in Gewässer des Nordens ein.

Auch geschossen habe man nicht in diese Richtung.

Es ist schon der zweite schwere Vorfall zwischen den verfeindeten Staaten in diesem Jahr. Im Frühjahr sank ein südkoreanisches Kriegsschiff; fast fünfzig Menschen an Bord starben. Südkorea wirft dem Norden vor, das Schiff versenkt zu haben; Nordkorea bestreitet aber jede Beteiligung an dem Vorfall.