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Gegen den Abriss: Krawalle in Algerien

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Gegen den Abriss: Krawalle in Algerien

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Algeriens Wohnungsbaupolitik und ihre Folgen: In der Hauptstadt Algier haben sich am Dienstag mehrere Dutzend Jugendliche mit der Polizei Straßenschlachten geliefert.

Auslöser war, dass die Stadtverwaltung mit Polizeieskorte drei Häuser abreißen ließ, die nach Ansicht der Behörden illegal gebaut worden waren.

Die Bewohner leisteten Widerstand, die Situation eskalierte, und Spezialeinheiten der Polizei wurden aufgeboten.

Vor einem Jahr war es in einem anderen Viertel von Algier wegen ähnlicher Streitigkeiten um die schlechten Wohnverhältnisse über Tage zu Ausschreitungen gekommen.

Nun stehen wieder Häuslebauern vor den Trümmern: “Möge Gott uns helfen! Ich wünschte, ich wäre vorher gestorben, bevor ich das mit ansehen muss!” klagt eine alte Frau. “Mir tun meine Kinder so leid. Es gibt keine Gerechtigkeit in unserem Land.”

Dabei hat Präsident Bouteflika bis 2014 eine Million neue Wohnungen versprochen. Die Regierung hat zudem ein Milliarden-Investitionsprogramm zur Verbesserung der Wohn- und Arbeitsbedingungen angekündigt.