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Irland rechnet mit 85 Mrd. Euro Finanzhilfe

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Irland rechnet mit 85 Mrd. Euro Finanzhilfe

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Irland wird von der EU und dem Internationalen Währungsfonds um die 85 Milliarden Euro Finanzhilfe bekommen, wie Ministerpräsident Brian Cowen vor dem Parlament erklärte. Der konkrete Betrag sei noch nicht festgelegt worden. Cowens angeschlagene Regierung legt heute ihr Sparprogramm vor – die Bedingung für die Hilfe der Partner aus dem Ausland. Von 15 Milliarden Euro Einsparungen binnen vier Jahren ist die Rede, zwei Drittel davon durch Einschnitte unter anderem bei den Sozialausgaben, ein Drittel soll aus zusätzlichen Steuereinnahmen kommen. Wobei Kritiker fürchten, dass die Einschätzung der Regierung da zu rosig ist.

Cowens Regierung will außerdem die Mehrheit an der Bank of Ireland übernehmen – eine weitere Auflage für die Finanzhilfe ist, dass sie das marode Bankensystem reformiert.

Bei der Bevölkerung wie auch beim grünen Koalitionspartner hat Cowen keinen Rückhalt mehr, Neuwahlen hat er bereits für Anfang nächsten Jahres angekündigt. Zuvor muss er jedoch sein Sparpaket und den Haushalt, den er im Dezember vorlegen will, im Parlament durchbringen.

Schlechte Nachrichten bekam der Regierungschef nun zudem von der Ratingagentur Standard & Poors. Sie stufte Irlands Kreditwürdigkeit deutlich herab.