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Kanonenbootpolitik im Gelben Meer

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Kanonenbootpolitik im Gelben Meer

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Einen Tag nach dem nordkoreanischen Artillerieangriff auf eine kleine südkoreanische Insel demonstrieren beide koreanischen Staaten Stärke. Das nordkoreanische Staatsfernsehen bezeichnete die Beziehungen zum Süden als irreparabel gestört. Der Süden und die USA antworteten mit einem gemeinsamen Seemanöver.

Die USA schickten einen Flottenverband unter Führung des atombetriebenen Flugzeugträgers “USS George Washington” ins Gelbe Meer. Dort soll er ab Sonntag an einem gemeinsamen Seemanöver mit Südkorea teilnehmen. Beobachter warnten davor, dass damit die Hardliner in Pjöngjang gestärkt würden. Das sei genau die Reaktion, die sie sich wünschten.

Bei dem nordkoreanischen Artilleriebeschuss von Yeonpyeong sind neben zwei Soldaten offenbar auch Zivilisten ums Leben gekommen. Die Polizei fand auf der Insel die Leichen zweier Männer. Zwölf Militäreinrichtungen und 18 zivile Gebäude wurden zerstört oder zum Teil beschädigt.