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Keine Hoffnung für verschüttete Bergarbeiter in Neuseeland

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Keine Hoffnung für verschüttete Bergarbeiter in Neuseeland

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Für die in Neuseeland verschütteten Bergarbeiter besteht keine Hoffnung mehr: Nach der Explosion am vergangenen Freitag kam es im Pike-

River-Bergwerk zu einer weiteren, noch stärkeren Explosion. Die könne niemand überlebt haben, hieß es. 29 Bergarbeiter im Alter von 17 bis 62 Jahren waren am Freitag in der Mine bei Greychurch auf der neuseeländischen Südinsel unter Tage verschüttet worden. Es konnte kein Kontakt hergestellt werden.

Der neuseeländische Premierminister John Key erklärte: “Dies ist eine nationale Tragödie, eine Tragödie für die Familien der Männer, ihre Kollegen und Freunde, ihre Gemeinschaft und unsere Nation. Neuseeland ist ein kleines Land, ein Land, in dem man seines Bruders Hüter ist. So viele Brüder auf einmal zu verlieren, ist ein furchtbarer Schlag. Heute trauern alle Neuseeländer um diese Männer. Wir sind eine Nation in Trauer.”

Der Vater eines der Vermissten warf dem Unternehmen vor, eine Rettungschance nicht genutzt zu haben.

“Das Unternehmen hat bekommen, was es wollte,” sagte Lawrence Drew. “Es gab Freitagabend eine Gelegenheit, und nun wird die Wahrheit nicht herauskommen, weil niemand herauskommen kann, um zu berichten, was da unten passiert ist.”

Der Vater und andere Kritiker erklärten, man hätte sofort nach der ersten Explosion einen Rettungsversuch unternehmen können, bevor sich der Stollen erneut mit explosiven Gasen gefüllt habe.