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Manöver von USA und Südkorea nach nordkoreanischem Beschuss

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Manöver von USA und Südkorea nach nordkoreanischem Beschuss

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Einen Tag nach dem Artilleriebeschuss einer südkoreanischen Insel durch Nordkorea haben die USA den Flugzeugträger “George Washington” ins Gelbe Meer entsandt. Die amerikanischen und südkoreanischen Streitkräfte kündigten ein gemeinsames Seemanöver an.

Das viertägige Manöver sei schon seit längerem geplant, hieß es, bekräftige aber in dieser Lage die Solidarität der USA; China sei informiert worden.

Präsident Barack Obama sagte: “Südkorea ist unser Verbündeter, und dies seit dem Koreakrieg. Wir bestätigen mit Nachdruck unsere Verpflichtung, Südkorea im Rahmen dieses Bündnisses zu verteidigen.”

Nordkorea gab dem Süden die Schuld an dem Vorfall. In Pjöngjang hieß es, Seoul bringe mit seinen “waghalsigen militärischen Provokationen” den Prozess zur Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen zum Entgleisen und führe die beiden Seiten an den Rand eines Krieges.

Bei dem Beschuss der südkoreanischen Insel Yeonpyeong nahe der innerkoreanischen Seegrenze sind nach jüngsten Angaben auch zwei Zivilisten ums Leben gekommen. Ihre Leichen wurden auf einer Marinebaustelle gefunden. Außerdem starben zwei Soldaten.

Auf der sieben Quadratkilometer kleinen Insel leben neben den dort stationierten Soldaten rund 1.600 Zivilisten; sie wurden vorerst in Sicherheit gebracht.

Südkorea hatte das Granatfeuer aus dem Norden am Dienstag erwidert. Das Gefecht dauerte nach Angaben des südkoreanischen Militärs etwa eine Stunde.