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Erdogan will starken Libanon - Armenier wollen Entschuldigung

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Erdogan will starken Libanon - Armenier wollen Entschuldigung

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Hunderte Mitglieder der armenischen Gemeinschaft im Libanon haben gegen den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan protestiert. Auf dem Märtyrerplatz in der libanesischen Hauptstadt Beirut forderten sie mit Nachdruck, die Türkei solle sich endlich für den Völkermord an den Armeniern entschuldigen. Die Polizei ging mit Spezialkräften gegen die Demonstranten vor. Der armenischstämmige Ex-Energieminister des Libanon, Alain Tabourian, sagte, die Armenier bedauerten es sehr, dass die Türkei den Genozid nicht anerkenne. Das sei, fast 100 Jahre nach den Massakern, inakzeptabel. Erdogan setzte seinen gestern begonnen Besuch derweil fort, zunächst kam er mit dem libanesischen Staatspräsidenten Michel Sulaiman zusammen. Bei einem Treffen mit Libanons Premier Saad Hariri unterstrichen beide Regierungchefs ihren Willen, künftig wirtschaftlich enger zusammenzuarbeiten. Erdogan sagte, die Türkei lege Wert darauf, dass der Libanon als starkes Land für Stabilität in der Region sorgen könne.