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Ermittlungen nach Bergwerksunglück in Neuseeland

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Ermittlungen nach Bergwerksunglück in Neuseeland

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In Neuseeland sind die Fahnen auf Halbmast gesetzt worden: Das Land gedachte der 29 Bergleute, die bei dem schwersten Bergwerksunglück seit fast hundert Jahren ums Leben gekommen waren. Nach der ersten Explosion im Schacht am vergangenen Freitag kam es gestern zu einer zweiten und schwereren Explosion, die nach Einschätzung der Fachleute niemand überlebt haben kann.

Nun sollen Ermittlungen zu dem Unglück beginnen. Premierminister John Key sagte, einige wesentliche Fragen müssten beantwortet werden: “Warum kam es zu der Explosion? Wie hätte sie verhindert werden können? Haben wir bei unseren Rettungs-bemühungen das richtige getan? Ich glaube, das haben wir, aber die Untersuchung wird das und die allgemeinen Verhältnisse im Bergwerk überprüfen.”

Die Familie Rockhouse verlor bei dem Unglück einen der beiden Söhne; er war unter Tage, als sich die Explosion ereignete. Der zweite, ebenfalls Bergarbeiter, konnte sich nach der Explosion retten. “Ich habe einen schönen Sohn verloren,” sagte der Vater: “Ich danke Gott, dass er mir meinen anderen Sohn zurückgegeben hat.”

Im Pike-River Bergwerk auf der Südinsel Neuseelands hatte seit der ersten Explosion ein Rettungsteam bereitgestanden, doch wegen der giftigen und explosiven Gase im Schacht ließ die Leitung die Retter nicht einfahren.