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Gewalt in Rio weitet sich aus

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Gewalt in Rio weitet sich aus

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Der Bandenkrieg im brasilianischen Rio de Janeiro spitzt sich weiter zu.

Allein am Mittwoch hatten die Kriminellen fünf Busse und 13 andere Fahrzeuge angezündet.

Trotz massiver Polizeipräsenz hatten sie wiederholt große Ausfallstraßen blockiert und im Stau stehende Fahrzeuge beschossen. Die Polizei wurde um 2000 Beamte verstärkt.

Bei einer Razzia der sicherheitskräfte in den Slums der Millionenstadt wurden mindestens zwanzig Menschen erschossen – außerdem gab es über 150 Verhaftungen. Die Bevölkerung in der Metropole, die 2014 die Fußballweltmeisterschaft und 2016 die Olympischen Sommerspiele empfängt, reagierte mit Panik auf die Welle der Gewalt.

Hinter den Angriffen stehen nach Einschätzung der Behörden Drogenbanden, die angesichts der Polizeieinsätze in den Slums um ihren Einfluss fürchten. Der Gouverneur von Rio, Sergio Cabral, widersprach jedoch dem Eindruck, dass die Sicherheitskräfte die Kontrolle über die Stadt verloren hätten.