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Südkoreas Verteidigungsminister tritt zurück, Nordkoreas Militär tritt nach

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Südkoreas Verteidigungsminister tritt zurück, Nordkoreas Militär tritt nach

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Wütende Proteste in Südkorea gegen den kommunistischen Nachbarn im Norden: Nach dem Artillerieangriff Nordkoreas auf Südkorea ist die Lage zwischen beiden Ländern äußerst angespannt. Eine Folge des Gefechts: In Südkorea trat jetzt Verteidigungsminister Kim Tae Young zurück. Ihm war vorgeworfen worden, das Militär habe zu spät und zu schwach reagiert.

Südkorea und die Vereinigten Staaten kündigten für Sonntag ein gemeinsames Seemanöver an. Die Amerikaner werden einen Flugzeugträger ins Gelbe Meer schicken. Drei Tage lang wollen die beiden Verbündeten militärische Stärke demonstrieren. Nordkorea hält die Drohkulisse derweil aufrecht: Das Land werde ohne zu zögern eine zweite und dritte Runde von Vergeltungsschlägen ausführen, teilte das Militär in Pjöngjang mit – das Regime von Machthaber Kim Jong-Il beschuldigt den Süden, am Dienstag zuerst geschossen zu haben. Südkorea weist dies zurück. Nach Angaben aus Seoul habe der Norden mehr als 170 Geschosse abgefeuert. 80 davon seien auf der Insel Yonpyong eingeschlagen. Vier Menschen kamen ums Leben, zwei Soldaten und zwei Zivilisten. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört oder beschädigt.