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Atommüll-Lager Asse: Krebsfälle sorgen für Aufregung

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Atommüll-Lager Asse: Krebsfälle sorgen für Aufregung

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In Deutschland sorgt die Meldung über eine erhöhte Anzahl von Blutkrebsfällen um das Atommüll-Lager Asse in Niedersachsen weiter für Aufregung. Die Landesregierung in Hannover versprach zügige Aufklärung, vom Bundesamt für Strahlenschutz hieß es dagegen, von dem maroden Lager gehe aktuell keine Gefahr aus. Das ehemalige Salzbergwerk Asse liegt östlich von Wolfenbüttel. Hier lagern rund 126 000 Behälter mit radioaktivem Müll. Grünen-Chefin Claudia Roth sagte: “Auf jeden Fall ist das ein dermaßen überproportionaler Anwachs an Krebserkrankungen, da kann man nicht “Atom-Business as usual” machen, sondern das muss jetzt wirklich auf allen Ebenen angegangen werden, untersucht werden und Konsequenzen daraus gezogen werden.”

Das Landesgesundheitsamt ließ verlauten, es gebe noch keine schlüssige Erklärung für den Anstieg der Krebsfälle. Anfang November hatte es einen neuen Atom-Transport ins niedersächsische Gorleben gegeben, nicht weit von der Asse entfernt. Der Castor-Trasport war von massiven Protesten begleitet worden. Und das auch, weil die Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke beschlossen hatte. Die Frage nach einem endgültigen Atommüll-Lager in Deutschland ist nach wie vor offen.